Es war einmal eine kleine Miezekatze namens Sternchen. Dieses Miezekätzchen lebte bei ihren Dosenöffnern in der großen, weiten Welt.
Es ging ihm wirklich gut: es hatte immer genügend zu futtern, einen warmen Schlafplatz, kraulende Hände, freundliches Personal... kurzum - die Sternchenkatze lebte in einem liebevollen Zuhause.
Es hätte alles so schön sein können, wenn das Sternchen nicht ein kleines Hobby gehabt hätte. Sie liebte es nämlich, überall ihre Pfotenabdrücke zu hinterlassen. Im Matsch, auf frischgewischten Böden, im Schnee. Ja, besonders die Spuren im Schnee bereiteten ihr wirklich große Freude.
Die Dosenöffner der Sternchenkatze ließen sie gewähren - was sollte auch so schlimm an ein paar Katzenpfötchenabdrücken sein? Sollte sich das Miezekätzchen doch austoben, wenn ihm sein Hobby so viel Freude bereitete! Und das tat es dann auch. Wann immer es ihm möglich war (und das war es in unseren Breitengraden leider viel zu selten!), hinterließ das Sternchenkätzchen ihre Spuren.
Doch, oh weh, dann kam, was kommen musste: ein großer böser Wolf sah die Abdrücke, und er fühlte seine Rechte verletzt. Wenn die Sternchenkatze mal nicht eindeutig Urkundenfälschung beging, immerhin schien es doch die Unterschrift des Wolfes empfindlich nachzuahmen!
Die Sternchenkatze sah das ganz anders. Es war doch eine Katze, kein Wolf, wie sollte es da einen Pfotenabdruck fälschen? Und so mißachtete sie den guten Rat ihres Personals, die Schmierereien zu unterlassen. Alles Bitten und Ermahnen half nichts: sobald sich das Sternchen unbeobachtet fühlte, erlag es seiner Leidenschaft, Abdrücke zu hinterlassen.
Der große böse Wolf fand das nun gar nicht mehr lustig, und so schoss er mit Raketen auf Spatzen. "Abmahnung" war das Zauberwort. Das Sternchenkätzchen sollte viele, viele Dosen Katzenfutter bezahlen und erklären, dass es nienienie wieder Pfotenabdrücke machen würde. Eine drakonische Strafe für Sternchen - angstvoll stimmte es zu, die "Urkundenfälschung" zu unterlassen.
Es flehte den großen bösen Wolf an, auf die Katzenfutterstrafe zu verzichten. Es hatte doch selbst nichts und wurde lediglich mit allem, was es benötigt, versorgt. Wie sollte es einen so großen Batzen Futter auftreiben (immerhin ca. 800-1000 Dosen)? Doch alles Bitten und Flehen half nichts - die Mieze konnte nicht bezahlen, und so kam es, wie es kommen musste.
Gelernt hat übrigens durchaus jemand aus dem Vorgang: der Kater geht nun nicht mehr ohne Schuhe aus dem Haus - aus Angst vor bösen Wölfen.
Danke für die Informationen:
Frau... äh... Mutti
Dawanda
Werbeblogger
Aufgenommen: Okt 20, 17:47
Aufgenommen: Okt 22, 14:26
...warum ich in den letzten 2 Wochen so viele Hits auf den Sternchen-und-der-böse-Wolf-Beitrag habe. Die Abmahnwelle von Jack Wolfkin ist ja nun schon einige Monate her, und die Hits auf den Artikel hatten sich eigentlich relativiert. Seit einigen Tagen h
Aufgenommen: Feb 06, 19:53